Ernst Wolf

Realität erscheint als Totalität aller Widersprüche, anders gesagt, im Widerspruch liegt die Wahrheit. Aus dieser seiner Lebensbetrachtung schöpft Wolf das Motivrepertoire für seine Malerei. Während die gegenwärtigen Künstler für gewöhnlich ihr Profil im Grenzbereich zwischen figurativ-gegenständlichen und abstrakten Positionen schärfen, sucht Ernst Wolf die innermenschlich-abstrakte Linie zwischen rationalen und irrationalen Prämissen zu ziehen. Er malt nicht einmal so und einmal anders, er spielt nicht mit der Wahrnehmung des Betrachters, indem er bravourös bei diesem Bildeindrücke einpflanzt, die zugleich rational und irrational sind. Ernst Wolf legt beides in gleichmütigem Mit- und Nebeneinander innerhalb eines Bildes an, variiert in den Farben und Formen, rhythmisiert zuweilen in mehrteiligen Serien, oft in Diptychen. Mit einem spektakulären Farbempfinden vermag Wolf verhaltene Sfumati neben harten Buntfarben zu setzen. Er scheut sich nicht, Grauflächen gegen Rosa und lichtes Orange zu platzieren und in einem minimalistischen Schema zu ordnen, das mit einem freien Farbenspiel konfrontiert wird.

Quelle: Künstlerkreis Ortenau


Vita

Leben

1948 geboren in Heidenheim/Brenz
1971-1977
Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Prof. Günther Voglsamer
seit 1978
lebt und arbeitet in Stuttgart
1992-1998 Vorsitzender des Verbandes bildender Künstler und Künstlerinnen Württemberg e.V.
   

Auszeichnungen

1984 Preisträger der Kieler Kunstwochen

Werke in unserer Sammlung

o.T., 2010, Öl auf Leinwand, je 35 x 35 cm