Germain Roesz

Die Auseinandersetzung mit der Modernen bedeutet zunächst einmal die Auseinandersetzung mit der Abstraktion, das heißt mit der Losgelöstheit vom Gegengenständlichen. Ein Spektrum von abstraktem Expressionismus und gleichzeitig konstrunktiven Elementen erscheint in der Malerei von Germain Roesz.

Sein Farbauftrag lässt vordergründig die Arbeitsweise des Actionpainters erkennen, wobei ihr eine gewisse verhaltenheit innewohnt und die Schreibrichtung einer Kalligraphie in lateinischer Schrift erscheint. Dahinein bettet er Linien, Kreis, Quadrat bzw. Dreiceck in expressionistischer Farbgebung.

Roesz arbeitet durchdacht, kopfbetont, und selten automatistisch, auch wenn er seinen Bauch bemüht, um nicht immer mit dem Kopf malen zu müssen.

 

Textquelle: Kunstsammlung der Badischen Stahlwerke (Buch)


Vita

Leben

1949 geboren in Colmar
1970-75 Studium der Kunst und Kunstwissenschaft an der Universität Strasbourg
seit 1984 Professur an der Universität Strasbourg, Departement Kunst
  lebt und arbeitet in Strasbourg
   
   
   

Ausstellungen

1989 Galerie K, Paris
1993 Galerie Zeherith, Lauffen
2000 Galerie Com Canie, Nancy
   
   
   
   

Werke in unserer Sammlung

Hommage au Construit, 2003, Acryl auf Leinwand, 63 x 31 cm
o.T., 2017, Monotypie auf Papier, 76 x 56 cm
Enchevêtrement ordre et chaos, 2012, Acryl auf Holz, 123,5 x 24 cm