herman de vries

Quelle: Website des Künstlers

Ausgehend vom Zero-Gedanken der frühen sechziger Jahre will herman de vries Natur-Wirklichkeit bewusst machen. 1970 präsentiert er zum ersten Mal die Natur als Dokument ihrer selbst. Mit künstlerischer und wissenschaftlicher Arbeitsmethode sammelt, trocknet, presst und ordnet er Pflanzen, Blätter, Äste, Erden, Kulturrelikte zu Bildstrukturen, die die Vielfalt und Unterschiedlichkeiten aufzeigen, unter denen Natur entsteht.

 

1953 begann de vries künstlerisch zu arbeiten, und er hatte 1954 eine erste Einzelausstellung. Mitte der 1950er Jahre malte er informelle Bilder, 1956 entstanden die ersten weißen Collagen, 1959 das erste weiße Bild. Wie Jan Schoonhoven, der 1959 mit Armando, Henk Peeters, Kees van Bohemen und Jan Henderikse die Gruppe Niederländischer Informeller bildete, die seit 1960 zur Gruppe nul wurde, stand er ZERO nahe. Arbeiten von de vries wurden 1962 auf der von Peeters kuratierten Ausstellung nul im Amsterdamer Stedelijk Museum gezeigt. Im selben Jahr entstanden erste aleatorische Arbeiten.
1961 gab de vries, mit Armando und Henk Peeters die erste Nummer von nul = 0 heraus, die zweite Nummer (April 1963) mit Peeters, die Nummern 3, 1963 und 4, 1964 alleine. Von 1965 bis 1972 edierte de vries die revue intégration. Ab 1991 erschienen sechs Ausgaben einer neuen integration - zeitschrift für geistbewegende pflanzen und kultur, herausgegeben mit Wolfgang Bauer. Die Pamphlete manifest van de gecastreerde werkelijheid und wit is overdaad (Weiß ist übermächtig) erschienen 1960, ein erstes Künstlerbuch wit 1962. de vries verfasste einige Bücher über seine Zufallskunst, Aufsätze über Sprache und Ludwig Wittgenstein, über alte Pflanzennamen und Ökologie.


de vries trat seit 1961 mit einer Vielzahl von Aktivitäten im öffentlichen Raum auf u. a. in Arnheim, Düsseldorf, Biel, Hagen, Marl, Bamberg, Amsterdam, Rosenheim, Nürnberg, München, New York, Enschede, Kaiserslautern, Hamburg, Berlin, Bremen, Stuttgart, Erfurt sowie bei den Skulptur-Projekten in Münster.

Quelle: Wikipedia


Vita

Leben

1931 geboren in Alkmaar (Niederlande)
1949-1951 Reichsgartenbauschule in Hoorn
1952-1956 arbeitet er am Institut for Research in Plant Diseases in Wageningen
ab 1960 gehört er zur Gruppe NUL und wird Teil der internationalen ZERO-Bewegung
1969 zahlreiche Reisen nach Afrika und Asien
1970 Umzug nach Eschenau in den Steigerwald
1975 erste Arbeiten mit vorgefundenem Naturmaterial
1978 erste Erdausreibungen
2015 repräsentiert herman de vries die Niederlande auf der 56. Biennale von Venedig
2016 er publiziert the earth museum catalogue eine faksimilierte Ausgabe mit über 8000 Erdausreibungen

Werke in unserer Sammlung

from earth, nördl. steigerwald, 2008, Papierarbeit (Erdausreibungen), 73 x 102 cm
Rasenstück, 2001, Naturschnitt auf Papier, 100 x 73cm
from the forest floor, 2001, Waldstücke auf Papier, 50 x 70cm