Karl Blossfeldt

Im Vorwort zu Wundergarten der Natur (1932) äußert sich Blossfeldt erstmals zu seinen Fotografien. Er meint, dass die elementare Inspirationsquelle der Kunst sowie der Technik in der Natur zu suchen sei. Der Formenreichtum und zweckorientierte Aufbau der Natur kann Blossfeldt zufolge an der Pflanze am deutlichsten nachvollzogen werden. Mittels der Kamera soll die Schönheit und künstlerisch-technische Vollkommenheit der Natur im Bild festgehalten werden. Blossfeldt erstellt seine „Pflanzenurkunden“ in der Hoffnung, dass sie dazu beitragen, eine allgemeine Sensibilisierung für die Vorbildhaftigkeit der Natur zu generieren.

Text-Quelle: Fotomanifeste

 

 


Vita

Leben

1865
Geboren in Harzgerode in Sachsen-Anhalt. Schulbesuch bis zum Mittleren Reife-Abschluss
1881 - 1884
Lehre als Bildhauer und Modelleur in der Kunstgießerei in Mägdesprung
1884 - 1890
Umzug nach Berlin und Studium an der Lehranstalt des Königlich Preußischen Kunstgewerbsmuseums. Neben Zeichen- und Modellierkursen, nimmt er zudem Musikunterricht
1890 - 1896 fIm Auftrag des Professors Moritz Meurer reist er, zusammen mit anderen Kunsthandwerkern und Zeichnern, nach Italien, Griechenland und Nordafrika, um dort für das Erstellen neuer Unterrichtsmaterialien Abgüsse, Zeichnungen und Fotografien von Pflanzenformen anzufertigen
   
   

Auszeichnungen

1993 - 1994
Meisterschülerin bei Prof. Erwin Gross
1995
Arbeitsstipendium, Kunststiftung Baden- Würrtemberg
1996
Graduiertenstipendium des Landes Baden-Württemberg
1999 Cité internationale des Arts, Paris
2011
Hanna-Nagel-Preis
   
   

Werke in unserer Sammlung

Geum rivale, Bachnelkenwurz, 1928, Fotografie, 90 x 70 cm